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Wir sorgen dafür, dass Ihr Versicherer sein Leistungsversprechen einhält

Um ein wenig sorgloser in die Zukunft schauen zu können, schließen Unternehmen und Privatpersonen Versicherungen ab. In der Regel fühlen sie sich anschließend für negative und zumeist unvorhergesehene Ereignisse gut gerüstet. Doch was passiert, wenn der Worst Case tatsächlich eintritt und der Versicherer sein Leistungsversprechen nicht einhält? In dieser Situation lassen wir Sie nicht alleine und sorgen dafür, dass Sie zu Ihrem Recht kommen. Unsere Kanzlei ist schließlich auf die Beratung und Vertretung im Bereich des privaten Versicherungsrechts spezialisiert. Wir kümmern uns unter anderem um die Kontrolle von Versicherungsbedingungen und -verträgen, klären Fragen zur Leistungspflicht oder Leistungsfreiheit, führen Verhandlungen mit Versicherungen, Versicherungsvertretern sowie Versicherungsmaklern und vertreten unsere Mandanten in versicherungsrechtlichen Gerichtsverfahren. Von der privaten Krankenversicherung, die sich weigert, eine Arztrechnung zu bezahlen, bis hin zum Haftpflichtversicherer, der eine gewerbliche Schadensregulierung ablehnt – wir prüfen, ob die Einwände gerechtfertigt sind und setzen alles daran, dass der Versicherer sein Leistungsversprechen einhält. Auch bei Auseinandersetzungen mit Berufsunfähigkeits-, Unfall- oder Sachversicherungen unterstützen wir unsere Mandanten.

Ihre Ansprechpartner

Eckhard Schormann
0271 23270-57
eckhard.schormann@schleifenbaum-adler.de
Grit Schnobl
0271 23270-22
grit.schnobl@schleifenbaum-adler.de

Aktuelles

Verwirkung des Widerrufs eines Lebensversicherungsvertrags

Ein Verbraucher kann den Abschluss eines Lebensversicherungsvertrags im Falle einer unterbliebenen oder fehlerhaften Widerrufsbelehrung durch die Versicherung auch noch nach Jahren widerrufen. Er kann dann sämtliche gezahlten Beiträge samt Zinsen zurückverlangen. Der Versicherer darf jedoch die Kosten des Risikoschutzes während der Vertragslaufzeit in Abzug bringen. Der Versicherungsnehmer hat sein Widerrufsrecht jedoch dann verwirkt, wenn er nach Abschluss des später widerrufenen Vertrags noch weitere Versicherungen abgeschlossen hat, die er als Sicherung für Kredite genutzt hat, und an dem vom Widerruf betroffenen Vertrag auch auf Wunsch des Versicherten immer wieder kleine Änderungen vorgenommen wurden. Dadurch habe der Versicherte – so das Landgericht Heidelberg – gezeigt, dass er an den Verträgen festhalten wolle. Damit hat er auch sein Widerrufsrecht verloren. Urteil des LG Heidelberg vom 24.03.2017 3 O 286/16 Wirtschaftswoche Heft 16/2017, Seite 81

Erstattung von Sachverständigenkosten bei Bagatellschäden

Bei einem auch für einen technischen Laien erkennbar geringfügigen Fahrzeugschaden besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Ersatz der Kosten für das Gutachten eines Sachverständigen. Zum Nachweis der Reparaturkosten genügt bei einem Bagatellschaden die Einholung eines Kostenvoranschlags einer Fachwerkstatt. Die Gerichte sehen Reparaturkosten im Bereich bis zu 1.000 Euro in der Regel als Bagatellschaden an. Für einen technischen Laien besteht bei einer Fehleinschätzung der Höhe der Reparaturkosten daher das Risiko, dass er die Sachverständigenkosten bei kleineren Schäden nicht von dem Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung erstattet erhält. Der Bundesgerichtshof hat hierzu entschieden, dass hinsichtlich der Erforderlichkeit und Zweckmäßigkeit einer Begutachtung auf die Sicht des Geschädigten zum Zeitpunkt der Beauftragung abzustellen ist. Es kommt darauf an, ob ein verständig und wirtschaftlich denkender Geschädigter nach seinen Erkenntnissen und Möglichkeiten die Einschaltung eines Sachverständigen für geboten erachten durfte. Liegt nicht nur ein leichter Kratzer an dem Unfallwagen vor, der aus Sicht des Geschädigten mit geringen Kosten zu beseitigen ist, sondern sind vielmehr der Austausch von Stoßfänger und Radlaufabdeckung sowie umfangreiche Lackierarbeiten erforderlich, so sind diese Kosten auch für einen Laien nicht als voraussichtlich gering einzustufen. Auch wenn der Schaden dann letztlich geringer ausfällt als erwartet, besteht ein Anspruch auf Erstattung der Gutachterkosten. Urteil des AG Nürnberg vom 01.09.2016 15 C 5843/16 Schaden-Praxis 2017, 492