Jetzt anrufen unter:
0271 23270-0
Consulegis

Professionelle Unterstützung bei familiären Auseinandersetzungen

Eine rechtliche Auseinandersetzung bringt viele Mandanten in eine schwierige Lebenssituation. Handelt es sich bei der gegnerischen Partei um den Ehepartner oder ein anderes Familienmitglied ist die Lage oftmals sogar noch belastender. In dieser beschwerlichen Zeit bieten unsere Spezialisten für Ehe- und Familienrecht professionelle Unterstützung an. Mit ihrem umfangreichen Erfahrungsschatz und speziellen Kenntnissen können sie für ihre Klienten Antworten auf alle familienrechtlichen Fragen liefern. Dabei streben sie stets eine friedliche Lösung an, um strapaziöse Gerichtsverhandlungen zu vermeiden. Doch auch, wenn eine gerichtliche Auseinandersetzung unumgänglich ist, stehen sie ihren Mandanten tatkräftig zur Seite. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich das Ehe- und Familienrecht mit Trennungen beziehungsweise Scheidungen, mit Fragen des Unterhaltsrechts (auch des Elternunterhalts), des Zugewinnausgleichs, des Versorgungsausgleichs, des Kindschafts- und des elterlichen Sorgerechts. Vaterschaftsanfechtungen sowie Unterhalt der Mutter eines nichtehelichen Kindes sind ebenfalls Gegenstand der Beratung und der gerichtlichen Auseinandersetzung. Mit ihrem Fachwissen können unsere Spezialisten ihre Mandanten über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und aufzeigen, welche Schritte empfehlenswert oder erforderlich sind. Ziel ist es immer, für alle Beteiligten die optimale Lösung finden. Als vorbeugende Maßnahme setzen viele Paare heute auf einen Ehevertrag, in dem Regeln für eine eventuelle Scheidung festgelegt werden. Auch bei Fragen zu diesem oftmals komplexen Vertragswerk stehen wir mit Rat und Tat zur Seite. Um die Vorbereitung, Gestaltung und Beurkundung kümmern wir uns ebenfalls.

Ihre Ansprechpartner

Ute Schormann
0271 23270-64
ute.schormann@schleifenbaum-adler.de
Eik Löffelbein
0271 23270-49
eik.loeffelbein@schleifenbaum-adler.de
Arnim Osterod
0271 23270-16
arnim.osterod@schleifenbaum-adler.de

Aktuelles

Sittenwidriger Ehevertrag wegen unangemessener Benachteiligung

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Oldenburg ist ein notarieller Ehevertrag nichtig, wenn der Frau danach weder ein Anspruch auf den Zugewinnausgleich noch auf Teilhabe an den Rentenansprüchen ihres Mannes zustehen soll und außerdem auch ihr Unterhaltsanspruch weitgehend eingeschränkt wurde. Eine derartige Vereinbarung stellt jedenfalls in der Summe eine unangemessene Benachteiligung der Ehefrau dar und entfaltet daher keine Rechtswirkung. Urteil des OLG Oldenburg vom 10.05.2017 3 W 21/17 (NL) Pressemitteilung des OLG Oldenburg

Kein Ausbildungsunterhalt für spätes Studium

Eltern schulden ihrem Kind im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Unterhalt für eine Schul- und Berufsausbildung, die der Begabung und den Fähigkeiten, dem Leistungswillen und den beachtenswerten Neigungen des Kindes am besten entspricht. Eine Unterhaltsverpflichtung kann für die Eltern jedoch dann unzumutbar sein, wenn das Kind bei Studienbeginn bereits 26 Jahre alt ist und der Unterhaltspflichtige auch nicht mehr mit Ausbildungskosten rechnen muss. Im entschiedenen Fall einer jungen Frau, die sechs Jahre nach Ablegung des Abiturs ein Medizinstudium begonnen hatte, nahm das Land Hessen, das ihr BAföG-Vorausleistungen gewährt hatte, den Vater aus übergegangenem Recht auf Zahlung von Ausbildungsunterhalt in Anspruch. Er wandte ein, er habe weder mit seiner Tochter noch mit deren Mutter jemals zusammengelebt. Die Tochter habe er zum letzten Mal getroffen, als diese 16 Jahre alt war. Im Übrigen habe er ihr vor Jahren in einem Brief mitgeteilt, dass er aufgrund der erfolgreichen Ablegung ihres Abiturs davon ausgehe, keinen Unterhalt mehr zahlen zu müssen. Da von seiner Tochter hierauf keine Reaktion erfolgte, stellte er die Unterhaltszahlungen ohne Beanstandung ein. Unter den gegebenen Umständen musste der Vater nicht damit rechnen, dass er nach Jahren noch zu Unterhaltszahlungen herangezogen wird. Der Bundesgerichtshof wies die Unterhaltsklage ab. Beschluss des BGH vom 03.05.2017 XII ZB 415/16 JURIS online

“Stiefkindadoption” nur ausnahmsweise ohne Zustimmung des leiblichen Vaters

Bringt ein Ehepartner ein Kind aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe, stellt sich zuweilen die Frage, ob der neue Ehepartner das Kind adoptieren kann, sodass es dann rechtlich gesehen ein gemeinsames Kind der neuen Ehegatten ist. Anders als bei der normalen Adoption bleiben die rechtlichen Bindungen des Kindes zu dem neu verheirateten Elternteil bestehen. Zu dem anderen Elternteil werden dagegen alle Abstammungsbande durchschnitten. Wenn der leibliche Elternteil keine Zustimmung erteilt, kann es nur in Ausnahmefällen zur Adoption kommen. Bei leiblichen Eltern, die nicht miteinander verheiratet waren und bei denen nur einer das Sorgerecht für das Kind hat, kann das Gericht die Zustimmung des anderen Elternteils zur Adoption ersetzen, wenn sonst unverhältnismäßige Nachteile für das Kind zur erwarten wären. Der Bundesgerichtshof hat an eine solche “Stiefkindadoption” hohe Anforderungen gestellt. In einem Fall, in dem der leibliche Vater seine Zustimmung zur Adoption verweigerte, gelangte das Oberlandesgericht Oldenburg zu der Auffassung, dass mit der beabsichtigten Adoption für die Kinder der wiederverheirateten Frau keine so erheblichen Vorteile verbunden sind, die eine Durchtrennung der rechtlichen Bande zu ihrem leiblichen Vater rechtfertigen würden. Allein das Argument der Frau, ihr neuer Ehemann müsse auch rechtlich Vater ihrer Kinder werden, damit er zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalten oder Arztbesuchen der Kinder Entscheidungs- und Informationsrechte habe, reichte den Richtern jedenfalls nicht aus. Denn der sorgeberechtigten Mutter stehe es frei, ihren neuen Ehemann zu bevollmächtigen, für die Kinder bei Arztbesuchen o.Ä. Entscheidungen zu treffen und Informationen zu erhalten. Dies sei ausreichend. Beschluss des OLG Oldenburg vom 26.03.2017 4 UF 33/17 Pressemitteilung des OLG Oldenburg